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Next12: Dinge, Denker, Gründer

Gut Ding’ braucht Weile, heißt es. Und so ist es wohl auch mit dem einen oder anderen Internetphänomen, das – von der Prophezeiung bis zur Inkarnation – ein paar Jahre ins Land ziehen lässt. “Das Internet der Dinge”, bereits 2005 ausgerufen und im Wesentlichen auf Technologie der 1990er Jahre basierend, lernt laufen. Das zumindest konstatierte die “Next Conference”, die am 8. und 9. Mai in Berlin stattfand und den Schlusspunkt der “Berlin Web Week” setzte.

Seit drei Jahren in der “Station”, dem ehemaligen Kreuzberger Postbahnhof, einst größter Paketumschlagplatz Deutschlands, untergebracht, ist die “Next Conference” längst Fixstern unter unzähligen Digital Media-Trend-Konferenzen in ganz Europa. Und es gelang den Initiatoren, der deutschen Agenturgruppe SinnerSchrader, erneut, das Niveau hoch zu halten und die Erwartungen von rund 2.000 Besucher zu erfüllen. Themenrahmen 2012: “Postdigital” … was immer das auch heißen mag.

“Das Internet der Dinge” erzählt von Objekten, die uns umgeben und “smart” sind, weil via WiFi, GSM oder UMTS mit dem Internet verbunden, durch RFID oder NFC identifizierbar, via GPS lokalisierbar, oder mit Sensoren ausgestattet. Alltagsgegenstände, in welche Computerintelligenz hineingewoben wurde – oder möglicherweise auch umgekehrt: Computer im Kleid und mit der Basisfunktion praktischer Kleinigkeiten. Ein Medikamentenverschluss, der ans Einnehmen der Pillen erinnert und Hilfe holt, wenn die gewohnte Handlung ausbleibt (Glow Caps). Ein Asthmaspray, der aufzeichnet, wo und wann er zum Einsatz kommt, die Daten sammelt und auswertet, um Betroffenen zu spiegeln, in welchen Gebieten zu welchen Zeiten außerordentliche Belastungen zu erwarten sind (Asthmapolis). Oder auch ein Stromstecker, der zig Sensoren integriert hat und via Smartphone Dutzende verschiedene Aufgaben erfüllen kann (QGate).

Alexandra Deschamps-Sonsino (“Good Night Lamp”) über das “Internet der Dinge”

Jenseits jeder Gegenständlichkeit provozierte der Vortrag des schwedischen Philosophen und ehemaligen “Army of Lovers”-Frontman Alexander Bard. In seinen Augen hat die Menschheit in ihrem vierten Kommunikationszeitalter (“Sprache”, “Schrift”, “Buchdruck” und “Internet”) mit dem Web eine Hydra geschaffen, ein Monster, das alle auffrisst. Im Guten wie im Bösen. Für Bard geht auch Al-Qaida als Internetphänomen durch. Gleichzeitig stehen aus dem Zeitalter der Massenmedien bekannte Größen vor dem Aussterben: Fabriken, Städte, Kapital, Nationen – ersetzt durch Medien, Cyberspace, Aufmerksamkeit und Subkulturen. Das Internetzeitalter als Ende des Individuums und Startpunkt von Dividuen, von geteilten Menschen, die in unterschiedlichen Systemen völlig unterschiedliche Rollen einnehmen.

Alexander Bard über seine Eindrücke auf der Next Berlin

Next12 war aber nicht nur ein Konferenz verschrobener Denker in kurzen Hosen. Im Gegenteil: Berlin gilt längst als das heißeste Pflaster für die digitale Gründerszene. Und das nicht bloß für Deutschland, sondern für ganz Europa – weil Mieten günstig, Talente willig und Venture Capital ante portas. Entsprechend groß war der Andrang beim Startup-Track und in der Startup-Lounge der Next. Hier gab es 2012 mehr spannende Ideen denn je zu sehen. Unser eigenes Projekt “Roomle” war eine davon. (Und das Feedback war durchaus erfreulich. Danke dafür.)

Ob das “next big thing” mit im Vorstellreigen war, blieb naturgemäß offen. Den Preis für den innovativsten Ansatz holte sich – mit Heimvorteil – Squadmail, ein Dropbox-ähnliches Service für eMails. Startups sind sexy, soviel stand nach zwei Tagen fest. Das unterschreibt wohl auch der neue Next-Hauptsponsor Deutsche Telekom, der die Konferenz nutzte, um mit “Hub:raum” (sic!) einen eigen Inkubator vorzustellen. Standort – klarerweise – Berlin.

Stellvertretend für alle, die an große Ideen glauben, hier noch ein Interview mit Ulla-Maaria Engeström von “Thinglink” (einem übrigens brillanten Service, um Bilder um Musik und Videos anzureichern) – weil sie so schöne Worte fürs Entrepreneurship fand und sich mit uns ein Taxi zum Noch-Airport Tegel teilte:

Ernst Demmel

Foto: Next Conference

re:publica ’12 zwischen Überwachung und Urheberrecht

Für Berlin ist die Blogger- und Social-Media-Konferenz re:publica ein Glücksfall. Erstens spült sie jährlich scharenweise Blogger und Twitterer aus allen Ecken und Enden des deutschsprachigen Raums in die Hotelzimmer und sorgt für gute Publicity. Zweitens etabliert sich im Windschatten des technik-affinen Publikums mittlerweile eine lebendige Startup-Szene in Berlin, die es angeblich schon fast mit der legendären Londoner Community aufnehmen kann.

Von 2. bis 4. Mai bezog die re:publica 2012 ein neues Quartier: die “Station” am Gleisdreieck. Das Gelände des ehemaligen Postgüterbahnhofs zeigte sich den hohen Ansprüchen an ein festivalähnliches Massenevent mit 4000 Besuchern und 270 Rednern aus mehr als 30 Ländern gewachsen. Es bot Platz genug für 8 Vortragssäle und einen weitläufigen, überdachten “re:publica square” mit diversen Service-Ständen, Sitzgelegenheiten, Stromversorgung und einem re:publica “re:staurant”.

Das einzige Manko war die schwächelnde Internetverbindung, die innerhalb der ersten Stunde gegen die Wand gefahren war. Auch die klassische Telefonverbindung hatte zu kämpfen, obwohl zwei Netzbetreiber extra zusätzliche Masten aufgestellt hatten. Die wenigen Steckplätze für LAN-Kabel waren entsprechend heiß begehrt, das fehlende Netz blieb Dauerthema auf dem Event.

Überwachung

Auf der re:publica 2012 ging es um Freiheit und Zensur, Anonymität und Öffentlichkeit, Identität und Überwachung, Urheber- und Nutzungsrechte, Datenjournalismus, Open Learning und vieles mehr.

Zum Auftakt warnte Professor Eben Moglen von der Columbia University vor der Bedrohung des freien Internet, letztlich der freien Gesellschaft, durch staatliche und private Überwachung.

Facebook und Google speichern gigantische Mengen von Daten über uns. Der Like-Button einer Website meldet, wenn wir die Seite ansehen, wenn wir sie unseren Online Freunden weiterempfehlen – und wenn nicht.
Amazons Kindle weiß zu jeder Zeit, was wir lesen, wann und wie schnell. Jeder Handgriff ist dokumentiert, jedes Buch ist nur geborgt und kann uns jederzeit entzogen werden – die Beispiele dafür gibt es zuhauf.

Der nächste Schritt wäre die Kriminalisierung des Lesens. In Frankreich hat der scheidende Präsident Sarkozy gefordert, dass wiederholte Besuche auf djihadistischen Websites strafbar sein sollen.
Apple hat Gespräche mit Buchverlagen geführt, um eigene Apple-Bücher zu launchen, inklusive inhaltlicher Vorgaben. Etwa, dass in den verlegten Werken keine anstößige Wörter vorkommen dürfen.

Unser Leben sei dabei, sich grundsätzlich zu wandeln, meinte Eben Moglen. In zwei Generationen schon würden die Menschen ganz anders – nämlich vernetzt – aufwachsen und denken. Wie dieses Leben unserer Kindeskinder aussehen würde, das würde jetzt entschieden. Wir trügen die Verantwortung, die richtigen Weichen zu stellen.

Moglen propagiert den Aufbau dezentraler Netze, die sich der Kontrolle von oben entziehen.

Urheberrecht

Die Frage nach dem Urheberrecht zog sich als roter Faden durchs ganze Programm der re:publica 2012.

re:publica Mitbegründer Markus Beckedahl und der Grüne Europa-Parlamentarier Jan Philipp Albrecht brachten das Publikum in einem offenen Gespräch auf den neuesten Stand beim aktuellen Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen ACTA. Der Vorstoß der Content-Industrie gilt nach massiven Protesten gegen die enthaltenen Eingriffe in demokratische Grundrechte als nahezu überwunden.

Die stellvertretende Kommissionspräsidentin der Europäischen Union, Neelie Kroes, versicherte ebenfalls, ACTA sei erledigt. Die Netzgemeinde und ihre Proteste hätten dazu wesentlich beigetragen. Sie dankte dafür und versprach, sich für ein freies Internet einzusetzen, gegebenenfalls auch um den Preis einer weiteren Amtszeit.

Trotzdem: ohne ein (modernisiertes) Urheberrecht werde es nicht gehen. Das Urheberrecht sei aus Gründen entstanden, die gültig blieben. Künstler, Autoren und Musiker müssten von ihren Werken profitieren dürfen. Auf dem Weg zu einer Lösung wünschte sich Kroes die Ideen und aktive Beteiligung und ja, auch öffentliche Proteste der Netzgemeinde.

GEMA

Im Gespräch mit dem Musiker und spreeblick-Blogger Johnny Häusler diskutierten unter anderen die Musikerin Roxanne de Bastion, Ministry of Sound Deutschland-Gründer Konrad von Löhneysen und tape.tv Gründer Conrad Fritzsch über die aktuelle Lage und versuchten, Auswege aus der Konfrontationshaltung zwischen GEMA und Musikhörern aufzuzeigen.

Spannend war dabei der differenziertere Zugang zur GEMA (und dem englischen Pendant ), die für Außenstehende sonst nur unter dem Stichwort: “Dieses Video steht in Ihrem Land nicht zur Verfügung” vorkommt.
Die GEMA ist aber eine der Verwertungsgesellschaften mit dem geringsten Aufwand für Verwaltung und Organisation. Der überwiegende Anteil der Einnahmen geht tatsächlich an die Musiker und macht für sie oft die Hälfte der Einkünfte aus.

Kreatives finanzieren

Ein denkbarer Weg zu Geld für kreative Leistungen ist Crowdfunding. Kunst und Kultur können vom Publikum freiwillig vorfinanziert werden.

Allerdings: Crowdfunding funktioniert am besten für die Prominenz. Amanda Palmer kann innerhalb von Stunden viel Geld zusammentragen. Ein Neueinsteiger, der noch keine Fanbasis aufzuweisen hat, ist auf organisierte Hilfe angewiesen.

Crowdfunding funktioniert also nicht immer, dafür aber manchmal auch in Bereichen, die man nicht damit in Verbindung bringen würde. Das Buchprojekt “Hartz IV Möbel” von Van Bo Le-Mentzel wurde durch Crowdfunding mit 260% überfinanziert. “berlinfolgen” ist ein Foto-Video-Format, das Berlin und Berliner im Detail vorstellt und erfolgreich durch Crowdfunding getragen wird.

Transmedia Storytelling

Welche Finanzierungsformen und welche rechtlichen Rahmenbedingungen die Zukunft auch bringen wird – das Internet bleibt jedenfalls Teil der Medienlandschaft.

“Transmedia Storytelling” ist ein Ansatz, der die Gesamtheit dieser Medienlandschaft nutzen möchte. Filme, Fotos, Plakate, Schauspiel, Websites und sogar Bücher erzählen gemeinsam eine Geschichte. Transmedia Storytelling überwindet die Grenzen zwischen den Vermittlungsformen, den so genannten Medienbruch, und nutzt für jeden Inhalt die am besten geeigneten Medien. Dem Publikum steht es frei, zu beobachten oder sich aktiv einzubringen und sogar die Handlung zu verändern.

Dazu wurde ein “Transmedia Manifest” mit 11 Thesen vorgestellt. Verschwimmende Grenzen zwischen Fiktion und Realität, Einstiegspunkte über den ganzen Projektverlauf hinweg, Interaktivität, Transmedialität, ein Geschichtenuniversum mit Potenzial zur unendlichen Weiterführung und die freie Wahl der Nutzungsintensität definieren Transmedia Storytelling Projekte und ihr “Subset” Alternate Reality Games.

So komplexe Projekte kosten Zeit, Expertise und Geld. Daher dachten die Präsentatoren auch an den Return On Investment. Kostenpflichtigen Apps, Premium-Content und sogar Merchandising sind möglich – immer vorausgesetzt, die Geschichte ist packend.

Der Stand des Internet

Packend war auch der Auftritt von Starblogger und SPON-Kolumnist Sascha Lobo. Unter dem Titel “Der Stand des Internet 2012″ warnte der Quasi-Papst der deutschsprachigen Onliner davor, sein Netzleben den großen kommerziellen Anbietern in die Hände zu legen. Bloggt!, rief er auf, bloggt auf eigenen Plattformen. Machen wir 2012 zum Jahr des eigenen Blogs! Denn nur was auf dem eigenen Blog steht, gehört einem wirklich selbst.

Dann mahnte Sascha Lobo zum Brückenschlag zwischen Onlinern und Offlinern. Onliner sollten sich nicht im Gefühl sonnen, zu einer Elite zu gehören.

30 Millionen Menschen alleine in Deutschland würden sich nie im Internet bewegen, erinnerte er. Das sind viele Menschen, die womöglich aus Unsicherheit und auf der Basis falscher Informationen folgenschwere demokratische Entscheidungen treffen. Der digitale Graben in der Gesellschaft, ganz gleich ob in Generationen, Lebensstil oder Plattformen definiert, müsse zugeschüttet werden.

Die Initiative dazu muss von den Onlinern ausgehen.

Andreas Habicher

Der Panorama Viewer

Der Panorama Viewer im Einsatz

360 Grad Panorama-Bilder vermitteln einen sehr viel authentischeren Eindruck von einer abgebildeten Szene als ein einzelnes Foto. Obwohl die Technik dafür schon im ersten Weltkrieg eingesetzt wurde, verdanken die langgezogenen Rundum-Aufnahmen ihre heutige Verbreitung dem Panorama-Programm vieler Digitalkameras. Dieses Feature kombiniert leicht überlappende Einzelbilder mittels geeignerter Software zu einem Gesamtbild.

Zwei Nachteile: Es fehlt der Blick nach oben und unten. Und bei der “flach ausgerollten” Darstellung entstehen an den Rändern der Einzelbilder Verzerrungseffekte.

Rundumblick in drei Dimensionen

StativDie Lösung: Fischauge- oder Superweitwinkel-Objektive. Von einem speziellen Stativ mit kontrolliert in jede Richtung schwenkbarem Aufsatz wird jede Blickrichtung einmal fotografiert. Eine 3D-Engine setzt die Bilder dann kugelförmig rund um den eigenen Standort zusammen.

Derartige Panorama-Bilder kommen in Marketing und Design oder in Kunstprojekten zum Einsatz. Besonders prominent wurden sie durch die Aufnahmen von Google Street View und dem Konkurrenzangebot Bing Streetside View.

Die kreativen Köpfe im Netural Lab haben Möglichkeiten für einen praktischen Einsatz der Technologie nachgespürt.

Schauen statt Scrollen

Für gewöhnlich orientiert man sich auf Panoramabildern durch klassisches Scrollen oder, auf iPads und anderen Touchscreens, durch Wischbewegungen. Inspiriert durch die Idee einer Augmented Reality Ansicht der aktuellen Umgebung hat das Netural Lab Team aber eine zweite Möglichkeit gewählt. Für den besonderen Effekt sorgen Kompass und gyroskopische Neigungsbestimmung im iPad. Das Tablet “weiß”, in welche Richtung es deutet. So erlaubt es den Blick in eine alternative Realität – die lebensechte Ansicht der abgebildeten Rundumansicht ohne eigene Navigationselemente. Betrachter bewegen sich mit dem Screen in der Hand und verändern so ganz natürlich den angezeigten Bildausschnitt.

Um sich von einem Standort oder einem Raum zum nächsten zu bewegen gibt es viele Wege. Eine Variante sind in die aufgenommene Umgebung integrierte Pfeile, die zum nächsten Panorama-Standort weisen. Eine zweite ist ein Kontext-Menü, in dem eine One-Touch-Auswahl aus der Liste verfügbarer Standorte erscheint. Ob Wegweiser, Fußspuren, klickbare Türen oder optisch hervorgehobene Landschaftsmerkmale: es stehen unterschiedlichste Möglichkeiten zur Navigation über animierte und interaktive Elemente im Panorama zur Verfügung.

Anwendungsgebiete

Was kann man damit machen?

Der Panorama-Viewer eignet sich natürlich für virtuelle Rundgänge in Museen und touristisch interessanten Gebäuden, oder in Häusern, die aus bestimmten Gründen gesperrt sind. Doch die größte Stärke der 360 Grad Ansicht ist der Einsatz im Freien: So lassen sich mit dem Panorama-Viewer Skigebiete, geschützte Naturlandschaften und schwer zugängliche Gegenden bequem im Bild erforschen.

Zeitreise

Eine weitere, besonders interessante Idee aus dem Netural Lab: 360 Grad Aufnahmen, die den tatsächlichen, aktuellen Standort zu einer anderen Zeit enthüllen. Vor dem Bau des Hauses. Bei Nacht. In Sommer und Winter.

Blick in die Zukunft

Die spannendsten Zeitreisen sind die in die Zukunft. Im Panorama-Viewer können auch 3D-Ansichten geplanter Gebäude eingebunden werden. Das Ergebnis ist eine realistische Darstellung des fertigen Projekts im Kontext seiner künftigen Umgebung – aus mehreren Blickwinkeln oder auch aus dem Inneren.

“the next web” Salzburg: Geteiltes Wissen ist doppeltes

FH Eingang Campus Urstein, Foto: FH Salzburg
Wo ein Barcamp ist, da finden sich auch Digital Addicts ein. Und wenn “the next web” das Thema ist, zieht dies Netural-Designer und -Entwickler naturgemäß besonders an.

So auch zwischen 23. bis 25. März, wo der Studiengang Multimedia-Technologie der Fachhochschule Salzburg bereits zum dritten Mal zu einer “Unkonferenz” nach Puch Urstein eingeladen hat. Vortragende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz brachten einen Hauch Internationalität unter das mehrheitlich studentische Publikum. Talks zu HTML5, Frontend Development, User Experience und Interaction Design fanden eine interessierte Zuhörerschaft.

Die e-Sport-Legende Volker Heinrich, ehemaliger Programmleiter des deutschen Senders GameTV, beleuchtete Browser-Games sowohl historisch, als auch aus Marketing-Perspektive, und präsentierte einen Einblick in die unübersichtliche, von den privaten Fernsehstationen dominierte, Webgame-Landschaft.

Den simplen Titel “User Experience – 12 Tipps” gab Daniel Höller seinem frischen und fesselnden Vortrag über jene einfachen Grundregeln, denen jeder Designer und Entwickler ohne Zögern folgen sollte. Spannend (und unterhaltsam) auch ein Live-Usability-Test des Teams von Simplease – am lebenden Subjekt, sprich: User und potentiellen Kunden. Das Objekt: eine in die Jahre gekommene Carsharing-WebSite. Für das Ausarbeiten der Verbesserungsvorschläge wurde das Publikum miteingebunden.

Das 6-Minuten-Schnelldurchlaufformat “Lightning Talks” lud ein, Herzensangelegenheiten in gebotener Kürze auf den Punkt zu bringen. Das Publikum lernte – recht kompakt – über das “Goal Buddy”-Prinzip oder wie sich NGO’s wie Greenpeace vernetzen und Mobile Devices fürs Fundraising einsetzen.

Stark vertreten und kommunikativ zeigten sich die Frontend-Programmierer mit Inputs zu WebGL (= Flash-freies 3D, das im Browser läuft), CSS3 und SASS. Die Netural-Entwickler Roswitha Wallner und Stefan Baumgartner punkteten bei den zahlreichen Interessierten mit “Bitte warten – Performance-Optimierung von WebSites und Web-Apps” und “HTML5 auf Mobile Devices”.

Und wie bei jedem Barcamp, auch in Salzburg das eigentlich Wichtigste: persönliche Kontakte pflegen. Für Studenten, die Möglichkeit, auf Professionals zu treffen – und umgekehrt. Sich abseits des “Daily Business” mit Themen auseinandersetzen, für die sonst gern die Zeit nicht bleibt. In diesem Punkt waren sich dann alle einig: ein Wochenende ist schön, aber zu wenig …

Netural forscht. Alt und Jung profitieren

Digitale Medien verbinden Generationen. Netural stellt den natürlich vorhandenen Forscherdrang der Mitarbeiter in den Dienst der guten Sache.

Richtiger: guter Sachen! Denn gleich zwei ganz neue Forschungsprojekte werden Menschen direkten Nutzen bringen: Einmal die “Safe Move” App, mit der wir älteren, allein lebenden Menschen wieder (Selbst-)Sicherheit, Lust aufs Draußen und Mut zum Aufbruch geben wollen, und die “Better World App”, durch die Kinder an der Zukunft des Planeten, den sie erben werden, aktiv und wirkungsvoll mitarbeiten können.
 

Safe Move

Für digitale Medien ist niemand zu alt. Das beweisen wir als Teil eines internationalen Konsortiums mit dem europäischen Forschungsprojekt “Safe Move”. Das Projekt ist speziell auf ältere Nutzer ausgerichtet – auf Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich in ihrer näheren Umgebung sicher zu bewegen.

Die Gründe für solche Schwierigkeiten sind vielfältig. Körperliche gebrechen, Orientierungsschwierigkeiten, Sicherheitsbedenken oder wachsende Zweifel an den eigenen Fertigkeiten, weil vieles, das früher einfach war, nicht mehr selbstverständlich ist.

Safe Move setzt hier an und trainiert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gleichzeitig stellt die Anwendung Hilfe in schwierigen Situationen und Orienteriung in der näheren Umgebung bereit.

Beispiel: Agathe ist 82 Jahre alt. Sie möchte eine Ausstellung besuchen, in einem neuen Gemeindesaal. Agathe kennt den Weg noch nicht – und dann sind da noch der Verkehr und der Lärm auf den Straßen.

Safe Move zeigt Agathe den einfachsten und sichersten Weg zur Veranstaltung – und zwar auf dem Fernsehschirm. Sie kann Zebrastreifen und Gehsteige ebenso wie Alternativrouten am Bildschirm auskundschaften. Auch Busfahrpläne und die Routen sind in Save Move enthalten.

Eine wichtige Hemmschwelle bei Unternehmungen ist die Sorge, sich dabei ganz allein nicht wohl zu fühlen. Ein Lösungsangebot ist die soziale Integration der Anwendung. Freunde, die über Safe Move miteinander verbunden sind, können gemeinsam online üben und einander bei der Routenplanung unterstützen. Sie können Treffpunkte abmachen und einander mithilfe der App in der Stadt sicher finden.
Die mobile Anwendung begleitet Agathe auf dem Weg und warnt sie, wenn die richtige Station zum Aussteigen näher kommt oder alarmiert Helfer, wenn Agathe ihren Weg nicht aus eigener Kraft fortsetzen kann.
 

Better World App

Zu jung für digitale Medien? Sind auch die Wenigsten.
Das sieht man sofort, wenn man kleine Kinder wie Profis mit iPad & Smartphone hantieren sieht. Die “Better World App” will bei Kindern, Jungen und jung Denkenden ab 8, bis 99, den spielerischen, entspannten Zugang zur Technologie nutzen, um eine bessere Welt für alle zu schaffen. Ziel ist ein nachhaltiger Lebensstil für ganze Familien und eine Erde, die es sich lohnt an die nächste Generation weiterzugeben.

Dazu stützt sich die “Better World App”, die wir gemeinsam mit der Kinderuni Steyr und dem Linzer Institut für qualitative Analysen (LIquA) entwickeln, auf vier Säulen:

Bewusstsein

Zunächst macht sie das eigene Verhalten in Bezug auf den Umgang mit natürlichen Ressourcen und unserer Mitwelt unmittelbar bewusst. Sie rechnet vor: Du bist so weit mit dem Auto gefahren. Du hast so viel Wäsche gewaschen.

Alternativen

Dann zeigt sie Alternativen auf. Mit dem Öffentlichen Verkehr hätte deine Bilanz so ausgesehen. Diese Waschtrommel war erst halb voll. Das wäre auch bei 40 Grad sauber geworden.

Das große Ganze

Die “Better World App” rechnet hoch. Sie zeigt damit, dass das Verhalten des Einzelnen ein Baustein einer großen Entwicklung ist. Sie zeigt auch, dass jeder kleine Beitrag zählt.

Ein Spiel – ein Sieg

Zu guter Letzt trainiert die “Better World App” noch spielerisch neue Verhaltensweisen an. Wer nach der ökologisch richtigen Handlung eine Aufgabe bestätigt, erhält Punkte gutgeschrieben. Den Punktestand sehen Mitspieler und Freunde sowohl in der App als auch auf den Social Media Profilen der Teilnehmenden. Wer sein Verhalten richtig steuert – und dadurch sich und seinem Umfeld vorlebt – zieht Woche für Woche den anderen davon.

Ein Vorteil, der allen Mitspielern zugute kommt: Durch den Austausch mit Online-Kontakten wächst das eigene Wissen ständig weiter. Tipps, Anregungen und Erfahrungsberichte Gleichgesinnter helfen, persönlich zu wachsen und beim nächsten Mal noch mehr richtig zu machen.

Warum der Ansatz funktionieren wird:

Über das Faktenwissen darum, wie wir mit Energie und Ressourcen haushalten sollten, wissen wir alle Bescheid.
Faktenwissen allein bedeutet aber noch keine Änderung des Verhaltens. Erst das Beziehungswissen, das Verständnis dafür, welche unserer Handlungen welche Folgen hat, motiviert uns wirklich dazu, uns einzubringen. Die letzte und kritischste Stufe ist das Handlungswissen. Nur wenn wir in der Situation Klarheit haben, welche Handgriffe gefragt sind, setzt die Änderung ein. Und die Welt wird besser.
 

The Hidden U

Mit praktischen Umsetzungen zur Prüfung wissenschaftlich spannender Hypothesen hat Netural Erfahrung. Schon 2010 startete das Projekt “The Hidden U”, das einen Hybriden aus dem Wolfram|Alpha Gedanken und der sozialen Vernetzung schuf. Eine Frage – eine Antwort, generiert aus allen frei auf den Profilen der Social Media Kontakte verfügbaren Informationen. Das hilft Menschen bei einfachen und auch komplexen Problemstellungen. Gleichzeitig liefert es wertvolle Hinweise für die Entwicklung des kommenden, semantischen Netzes.

Internet mit maximaler Bildschirmdiagonale

Medien und Öffentlichkeit verfolgen aufmerksam jede Neuerung auf dem Markt für Smartphones und deren Apps. Ein anderes Segment der digitalen Anwendungstechnologie hat bisher vergleichsweise ein Schattendasein geführt: Die Entwicklung von Apps fürs Fernsehen, “Smart TV” sowie “Red Dot TV” und “HbbTV”.

Hybrid TV

Smart TV oder eigentlich Hybrid TV bezeichnet internetfähige Fernsehgeräte. Ähnlich wie beim Teletext überträgt der gewählte TV-Sender mit dem Rundfunksignal eine so genannte AIT-Tabelle. Die wird vom Empfangsgerät ausgelesen und enthält definierte URLs. Wenn ein Fernsehsender zu einem Programm zusätzliche Inhalte bereithält, erscheint eingeblendet ein Hinweis darauf, etwa ein roter Punkt (Red Dot). Seher erhalten dann auf Knopfdruck weiterführende Inhalte in Text, Bild und Video.

Apps am Fernsehgerät

Ebenso erreichen sie mit einem herstellerabhängig gekennzeichneten Knopf an ihrer Fernbedienung den wachsenden Markt der TV-Apps von Fernsehsendern, TV-Geräteherstellern und Softwarehäusern, mit Mediatheken, interaktiven Programmguides, Wetterdiensten, Games und Video on demand Services.

HbbTV

„Hybrid Broadcast Broadband Television“ oder HbbTV ist ein anerkannter Standard für Hybrid-TV in Europa. Seit Juni 2010 ist er vom Institut für europäische Telekommunikations Standards ETSI in der Version 1.1.1 als ETSI TS 102 796 eingetragen. Er basiert auf Elementen von Vorgänger-Standards und Web-Technologien wie OIPF (Open IPTV Forum), CEA-2014 (CE-HTML), Vorgaben des www-Konsortiums und DVB Sendespezifikationen (ETSI TS 102 809).

Ursprünglich eine paneuropäische Initiative von französischen und deutschsprachigen Rundfunkbetreibern, dem Satellitenbetreiber SES ASTRA sowie einigen Softwareunternehmen, zählt das HbbTV-Konsortium mittlerweile eine wachsende Liste von Mitgliedern aus der ganzen Welt.

“Seit Herbst 2011 haben praktisch alle großen Hersteller Geräte mit HbbTV im deutschen Markt. Diese sind sowohl als Set-Top-Boxen wie auch als IDTVs verfügbar. Erste Hersteller bieten bereits nur noch Geräte mit HbbTV an”, erklärt dazu Dr. Klaus Illgner-Fehns, der Vorsitzende des HbbTV-Konsortiums.

Kein universeller Standard

HbbTV ist freilich nicht auf jedem TV-Schirm gleich. Online-Videotext und Mediatheken von RTL sind zum Beispiel nur auf HbbTV-fähigen HDTV-Receivern der Hersteller Humax und Videoweb zu sehen. Die Konkurrenz von ProSieben und Sat1 ist ebenfalls nicht überall präsent, doch immerhin zeigen Philips- und Technisat-Geräte diese Angebote größtenteils. Online-Dienste öffentlich-rechtlicher Sender sind als einzige auf allen HbbTV-TVs zu sehen.

Die unterschiedliche Unterstützung der Dienste hat teils technische, teils politische Gründe. Der Kopierschutz der Firma Maxdome etwa sei nicht Teil des HbbTV-Standards, sagt Philips-Produktmanager Volker Blume. Philips-TVs kennen ihn nicht und zeigen diesen Teil der HbbTV-Angebote von Pro7 und Sat1 nicht. Bei RTL liegt es nicht am Gerät. Der Sender schaltet seine Angebote nur auf bestimmten Empfängern frei.

Grund für die unübersichtliche Lage: “Die Privatsender fordern von uns Herstellern Dinge, die wir nicht einlösen wollen”, sagt Frank Eschholz von Toshiba. Dazu zählt, dass private Sender Einblendungen über dem laufenden Bild ablehnen – speziell während der Werbeunterbrechungen – durch die sich die Sender immerhin finanzieren.

Langfristiges Ziel von HbbTV ist trotz dieser Hindernisse die Durchsetzung einer global offenen und geschäftsneutralen Plattform. Sie soll weltweit für die nahtlose Integration von Breitband-Onlineservices mit dem klassischen Fernsehprogramm sorgen.

Connected TV in den USA

In den USA verfolgen Google TV, Apple TV und Yahoo Connected TV ebenfalls unterschiedliche Ansätze.

- Google TV strebt in Kooperation mit TV-Sendern den browserbasierten, unbeschränkten Zugang zu Websites vom Fernsehgerät aus an. Apps sollen aus dem Android Market “Google Play” gewählt werden.

- Apple TV erlaubt über eine SetTop Box Zugriff auf den HD iTunes Store mit eigenen TV Apps. Auch Inhalte von iPad, iPhone oder iPod touch erreicht man dann mit AirPlay vom Fernseher aus.

- Yahoo! betreibt eine Plattform mit Spielfilmen und Serien on demand, Zugang zu Webinhalten, Social Shopping Seiten und Games. Für eine laufende Gebühr können die Käufer von Geräten der Partnerhersteller – Samsung, Sony, Vizio und Toshiba – über einen “Yahoo-Button” darauf zugreifen.

Voraussetzungen: Breitband und Wissen

Bisher ist der Anteil jener, die ihre Web-Fernseher voll nutzen (können), noch begrenzt. Hardwareseitig sind zumindest 2000 bis 6000 Kbit-Breitbandleitungen erforderlich. Das beschränkt den Zielmarkt auch in Europa weitgehend auf Ballungszentren. Vielen Besitzern von internetfähigen TV-Empfängern ist dann auch noch gar nicht bewusst, was die neuen Geräte können.

Andreas Regner von Samsung Austria: “Samsung plant hier Schritte. So versuchen wir, Kunden bereits vor dem Kauf auf alle Möglichkeiten ihres TV Geräts aufmerksam zu machen. Auch nachher bieten wir ihm immer wieder aktuelle Neuigkeiten darüber, was auf der Plattform geschieht.”

Und wie geht es weiter mit Internet im Fernsehen?
Regner: “Während ich vor ein paar Jahren noch mühsam versucht habe, meinen Laptop mit meinem TV zu verbinden, um etwa YouTube Videos auf dem größten Screen im Haushalt betrachten zu können, gibt es hier die Möglichkeit, diese Inhalte direkt auf dem TV zu benutzen.
Das TV wird den klassischen Laptop oder auch ein Smartphone nicht ersetzen. Aber der Trend geht dahin, dass ich meine Inhalte dort genießen kann, wo ich gerade bin – und das immer in bester Qualität und möglichst einfach für den Konsumenten.”

Foto: © Samsung Electronics Austria
Logo: HbbTV

Neue 3D-Technologie für Roomle

Der von Netural entwickelte Raumplaner Roomle erhält ein spannendes Upgrade: Ab sofort kommt für die 3D-Darstellung von Roomle-Plänen die neue Stage 3D Technologie von Adobe zum Einsatz.

Die Roomle 3D-Ansicht wird mit dem neuen Renderer flüssiger und detaillierter: Während bisherige Engines Tausende von Dreiecken zu den dreidimensionalen Objekten zusammensetzten, steuert Stage 3D Hunderttausende Grafikelemente, und das auch noch mit doppelter Geschwindigkeit. Am Ende steht eine lebensechtere Darstellung am Bildschirm.

Dabei ist der Einsatz von Stage 3D in Roomle für Anwender sogar angenehmer. Die neue Technologie kommt nämlich ohne eigens zu installierendes Plugin aus, der am Rechner installierte Flash Player 11 genügt.

Der neue Renderer bereitet außerdem den Boden für noch mehr Innovationen: als nächstes sollen Roomle-Pläne direkt in der 3D-Ansicht editierbar werden.

Sehenswertes Österreich

Das neue Imagevideo von Advantage Austria, der offiziellen Organisation von Österreichs Wirtschaft im Ausland, stellt auf selbstironische Weise Österreich und seine Leistungen vor. Der in 28 Sprachversionen verfügbare Film kann von heimischen Unternehmen bei ihren internationalen Präsentationen eingesetzt werden.

Das Video wurde zu 100% im Hause Netural realisiert, der Sound dazu vom Linzer Musiker Gerd Rahstorfer eigens komponiert. Eine sympathische Infografik vermittelt eine Auswahl der Inhalte in übersichtlicher Form und steht auch in Druckauflösung zu Verfügung.

Mehr Informationen zu Advantageaustria.org und dem jüngsten Relaunch hier:
Neue WebSite für Österreichs Wirtschaft im Ausland.

Neue Website für Österreichs Wirtschaft im Ausland

Mit der Website www.advantageaustria.org begleitet die AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO) im Rahmen der Internationalisierungsoffensive „go-international“ heimische Unternehmen via World Wide Web in neue Märkte. Nun wurde die Plattform neu gestaltet und um eine Reihe von Servicefunktionen erweitert. 197 Länderseiten präsentieren sich barrierefreiund in 28 Sprachversionen.

„Für die Konversion wichtige Inhalte wie Geschäftschancen, Büros vor Ort und unsere Veranstaltungen haben wir bislang im Kontext transportiert“, schildert Walter Koren, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO) die Intention. „Jetzt gibt es für diese sehr wesentlichen Bereiche einen echten ‘Hot-Spot’, eine Bühne, von der Firmenkontakte potenziellenGeschäftspartnern regelrecht ins Auge springen.“

 

Der zeitgemäße, neue Auftritt wurde von mehreren österreichischen Dienstleistern in enger, partnerschaftlicher Zusammenarbeit geplant und umgesetzt. Design und User Experience, Bildwelten und Templating kommen dabei aus dem Hause Netural. Die Agentur für Neue Medien, BDFnet, entwarf Informations-Architektur und Usability-Konzept mit Schwerpunkt auf vereinfachte Benutzerführung. BDFnet begleitet zudem die laufende Suchmaschinenoptimierung des Projekts, gemeinsam mit e-dialog, die für die professionelle Webanalyse sorgt. Der renommierte CMS-Spezialist Gentics lieferte das Content Management System und verantwortete zusammen mit Implementierungspartner Getdesigned die technische Umsetzung.

Barrierefrei

Dem nutzerzentrierten Zugang zu www.advantageaustria.org widmete Netural besondere Aufmerksamkeit: 25 WAI-A-konforme Templates sichern die Barrierefreiheit gemäß den Richtlinien der Web Accessibility Initiative. Das Design unterstützt neben den klassischen westlichen Sprachen auch Zeichensätze mit nicht-lateinischen Buchstaben wie Russisch oder Koreanisch – sowie von rechts nach links laufende Schriften wie Farsi.

Sichere Orientierung

Die neue Website von www.advantageaustria.org zeichnet sich durch eine verschlankte und aufgeräumte Navigation aus. Über 350 aussagekräftige Bildmotive wirken als branchenspezifisch gestaltetes Hintergrund-Design. „Schnelle und sichere Orientierung auf der Website – und ein ästhetisches Erlebnis, das die gefundenen Inhalte harmonisch ergänzt“, skizziert Netural-CEO Albert Ortig den Entwicklungssprung. “Dank der langjährigen Erfahrungen konnten wir den Redaktionsprozess optimal verbessern”, freut sich Andrea Schauerhuber, Leiterin des Solution Centers bei Gentics, über den erfolgreichen Launch. „Der Auftritt von Österreichs Wirtschaft im Ausland ist nun nicht nur zeitgemäß, sondern forciert auch den Rücklauf von Anfragen an die Unternehmen selbst“, so Peter Gollowitsch, Geschäftsführer von BDFnet.

Rot-weiß-rotes ‚Did you know?’

Begleitend zum neuen Webauftritt von www.advantageaustria.org beleuchtet ein pfiffiges ‚Did-you-know?’-Video Exporterfolge der österreichischen Wirtschaft. Und das durchaus mit Augenzwinkern: Begleitet von eigens komponierter Musik des Linzers Gerd Rahstorfer stellt der von Netural gestaltete und produzierte Film populäre Klischees über die Alpenrepublik überraschenden und innovative Produkten „made in Austria“ gegenüber. Das knapp 3-minütige Video steht – wie die Website – in 28 Sprachvarianten zur Verfügung und ist auch auf YouTube abrufbar.

Interview mit Walter Koren, 
Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO)

1. Welche Bedeutung hat die WebSite www.advantageaustria.org für die tägliche Arbeit der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO)?

www.advantageaustria.org ist DER Kommunikationskanal unserer AußenwirtschaftsCenter im Ausland. Alle unsere Aktivitäten im Ausland werden über unsere 197 Länderseiten in 28 Sprachen kommuniziert.
Insgesamt 250 Redakteure und Übersetzer weltweit stellen sicher, dass interessierte ausländische Geschäftspartner schnell und unkompliziert zu den für sie notwendigen Informationen gelangen.

2. Welche konkreten Hilfestellungen bietet www.advantageaustria.org ausländischen Unternehmen, die ein Auge auf österreichische Partner werfen möchten?

Es umfasst ca. 28.000 Einzelseiten in 28 Sprachen und liefert zielgenaue Informationen über den Wirtschaftspartner Österreich. Interessenten aus aller Welt erhalten auf www.advantageaustria.org umfassende Auskunft über alles, was ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit Österreichs Wirtschaft unterstützt. Der Fokus liegt auf der Präsentation österreichischer Unternehmen mit Geschäftsinteresse in dem jeweiligen Land. Konversionspunkte sind die direkte Kontaktaufnahme mit den präsentierten österreichischen Unternehmen oder mit dem jeweiligen AußenwirtschaftsCenter vor Ort – über 750 Mitarbeiter und 40 Konsulenten sind darauf spezialisiert, ausländische Unternehmen auf der Suche nach österreichischen Geschäftspartner gezielt zu unterstützen. Zudem werden mehr als 1.000 Veranstaltungen pro Jahr weltweit, von den ADVANTAGE AUSTRIA-Experten organisiert oder unterstützt. Diese werden auf www.advantageaustria.org angekündigt und deren österreichische Teilnehmer gezielt beworben. Zusätzlich enthält www.advantageaustria.org ausführliche Informationen zu den Themen „Importieren aus Österreich“ und „Exportieren nach Österreich“, sowie Informationen zu Investitionen, Finanzierung und Rechtslage. Allgemeine Informationen über das Land und alles Wissenswerte für eine Geschäftsreise nach Österreich runden das Service ab.

3. Wie beeinflussen verlässliche Informationen über ein Land und seine wirtschaftlichen Leistungen die Kontaktaufnahme mit neuen Geschäftspartnern?

Wer Produkte und Leistungen aus Österreich importieren möchte oder sich als Exporteur oder Investor für den österreichischen Markt interessiert, für den sind ein schneller Überblick über die österreichische Wirtschaft und der richtige Ansprechpartner wichtig. Das Internetportal www.advantageaustria.org bündelt alle Informationen, die man als Geschäftspartner der österreichischen Wirtschaft benötigt und liefert die richtigen Ansprechpartner – interessierte österreichische Firmen oder kompetente Beratung vor Ort.
ADVANTAGE AUSTRIA ist das internationale Netzwerk der AWO und steht im Ausland für Kompetenz, Qualität sowie Seriosität. Das offizielle Portal der österreichischen Wirtschaft im Ausland ist daher sicherlich ein guter „Türöffner“ für Österreichs Unternehmen.

4. Wie kann ein Video helfen, das Interesse an Österreichs Wirtschaft zu wecken?

Besonders relevant ist das Webportal für Unternehmen außerhalb unserer Landesgrenzen, die Österreich bzw. österreichische Geschäftspartner noch nicht oder nicht gut kennen. Durch unser neues Image-Video – Österreichs Wirtschaft ist surprisingly ingenious – sollen vor allem unter Nutzung „neuer Medien“ diese Unternehmen dazu animiert werden, mit österreichischen Geschäftspartnern in Kontakt zu treten. Das Video zeigt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Österreichs und österreichischer Unternehmer anhand von Erfolgsgeschichten in einer modernen und sympathischen Art und liefert eine Erklärung, warum die österreichische Wirtschaft „surprisingly ingenious“ ist. Die Erfolgsgeschichten sollen faktisch-grafisch bei allen unseren Zielgruppen im Ausland einen gewissen „OHHH“ Effekt erzeugen. Über die Verbreitung in Social Media Kanälen werden so Besucher auf www.advantageaustria.org gelenkt, die auf unseren 197 Länderseiten online und branchenspezifisch nach österreichischen Geschäftspartnern suchen oder einen unserer Stützpunkte hinsichtlich einer Beratung kontaktieren können.

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Die wichtigste Währung eines Blogs ist das Vertrauen

Die Zusammenarbeit mit Bloggern wird für Unternehmen zunehmend attraktiver. Einerseits in der Social-Media-Version von Corporate Publishing, durch gestaltete Themenblogs unter Patronanz der Marke, andererseits durch “Blogger Engagement” in der Tradition klassischer PR. Blogger sind Influcencer: Begeistert man den Autor eines Blogs für sein Produkt, zeigt dies Wirkung bei seiner Fangemeinde. Der Nutzen liegt auf der Hand: der Imagetransfer des Blogs auf die Brand und (gerade bei jungen Marken) die Steigerung der Bekanntheit in der Zielgruppe.

Was hat nun der Blogger von dieser Zusammenarbeit? Hier steht die Leserschaft und deren Gewinn im Vordergrund. Die eigene Glaubwürdigkeit in der aufgebauten Community ist wichtiger, als ein kurzfristiger, monitärer Erfolg, inhaltlich “gekauft” zu werden ein No-Go. Genau das sollten Unternehmen bei der Planung von Blogger Engagement im Hinterkopf behalten. In diese Kerbe schlägt auch Julia Basagic, als “Fanfarella” bekannte österreichische Fashion-Bloggerin: „Wenn ich über etwas schreiben möchte, egal ob bezahlt oder unbezahlt, dann habe ich nur zwei Kriterien: Interessiert es mich und könnte es auch meine LeserInnen interessieren?“

Bezahlte Blogartikel sind umstritten. Allerdings lehnen rund 13 % * der befragten User “Advertorials” komplett ab. Immerhin 70 % erwarten, dass beauftragte Inhalte klar gekennzeichnet sind. Dies kommt der gesetzlich vorgeschriebenen Handhabe in den klassischen journalistischen Medien gleich. „So die Beiträge als Werbung gekennzeichnet sind und man sich als Leser nicht für dumm verkauft fühlt, finde ich es vollkommen legitim“, zeigt sich auch Julia Basagic offen: „Blogger müssen selbst entscheiden, welche Werbung sie ihren LeserInnen zumuten wollen. Die wichtigste Währung eines Blogs ist das Vertrauen.“

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit setzt voraus, dass Unternehmen die Unabhängigkeit von Bloggern akzeptieren. Blogger lieben ihre Freiheit – mitunter ein Motiv für das Führen eines Blogs. Selbst bei beauftragten Artikeln, etwa Produktbesprechungen, sollten sie schreiben dürfen, wie und was sie für gut erachten. Die persönliche Färbung ist ein wesentliches Element des Formats. Der Ansatz “wer zahlt, schafft an” funktioniert hier nicht. Wo Blogger mittels Geldeinwurf zu PR-Maschinen degradiert werden, “spüren” es die Leser durch die geänderte Tonalität.

Und um eben diese Leser geht es ja eigentlich. Julia Basagic ist bei Kooperationen mit Unternehmen wichtig, dass man ihr zeitlichen und inhaltlichen Spielraum lässt. „Ich will ernst genommen werden und mag höfliche, respektvolle und straighte Zusammenarbeit.“ Der beste Artikel ist immer derjenige, der aus vollster Überzeugung geschrieben wurde. Und aufgrund unmittelbarer Erfahrung, etwa nach dem Besuch einer Veranstaltung oder dem Test eines Produkts. „Immer interessant empfinde ich einen Blick hinter die Kulissen, persönliche Gespräche mit spannenden und für meinen Blog relevanten Entscheidungsträgern und das alles gepaart mit einem Austausch unter BloggerkollegInnen.“

* Eigenerhebung via Twittpoll, n = 54