Red.: Herr Ortig, seit unserem letzten Gespräch sind sechs Jahre vergangen. Netural ist in der Zwischenzeit wieder ein gutes Stück gewachsen. Was bewegt Sie gerade, und wohin?
AJO: Das Einhorn ist wieder am Sprung! Zum einen sind neue Mitarbeiter ins Netural-Team dazugekommen – wir sind immer noch Familie, aber mit rund 40 Mitarbeitern schon eine relativ große. Zum anderen sind wir mehr denn je davon beseelt, noch coolere und noch bessere Projekte auf die Beine zu stellen. Dabei umgeben wir uns gerne mit dem Besten, was die Online-Welt zu bieten hat. Das hebt die Sprungkraft ganz beachtlich, und macht uns allen die größte Freude.
Red.: Welche Ansprüche stellen Sie heute an Ihre Mitarbeiter? Was schätzen Sie, und was geht gar nicht?
AJO: Ich schätze es heute wie gestern, wenn jemand voll in seinem Element aufgeht. Wir arbeiten mittlerweile auf einem Level, das jeden einzelnen wirklich fordert. Wobei man bei uns sowohl als Profi als auch als Berufseinsteiger schnell Fuß fassen kann; zum einen über anspruchsvolle Projekte, zum anderen über nette Kollegen, denen man ohne Scheu über die fachlich breiten Schultern schauen kann. Nachdem wir quer über die Bereiche sehr eng zusammen arbeiten, sollte man deshalb neben der fachlichen Qualifikation auch ein guter Teamplayer sein. Was gar nicht geht … (überlegt): Selbstverliebte und Schaumschläger! Die kommen beim feinsinnigen Einhorn gar nicht gut an.
Red.: Was macht eine sinnige Agentur wie Netural, um die besten Leute zu sich ins Boot zu holen? Und auch zu halten?AJO: Spannende Projekte und Top-Kunden! Und ein Team, in dem Neue und Senior-Neturals zusammen die erstaunlichsten Dinge zuwege bringen. Am Ende des Tages soll jeder stolz sein können auf das, was herausgekommen ist. Außerdem ein Picknick am See oder Eisstockschießen unterm Sternenhimmel, auf jeden Fall nicht immer nur Arbeiten. Es ist bei uns auch möglich, dass einer jahrelang nebenbei in der A-Liga Basketball spielt, und dann Multimedia-Leiter wird. Oder dass eine Art Direktorin ihren Job mit zwei Kindern glücklich unter einen Hut bringt. Was ich damit sagen will: Netural ist mehr als Arbeit. Wir streben da durchaus eine Art Lebensgefühl an, das positiv beflügelt.
Red.: Wie läuft der Bewerbungsprozess bei Netural generell ab?AJO: Die interessantesten Bewerber werden zum ersten Gespräch mit dem Teamleiter eingeladen. Bei der zweiten Runde ist dann die Geschäftsleitung mit dabei.
Red.: Netural heftet sich ja Social Media an die Fahnen. Schauen Sie sich eigentlich selbst die Social Media Profile Ihrer Bewerber an? Wirkt sich das gegebenenfalls auf die Auswahl aus?AJO: Das hängt davon ab. Wenn sich jemand als Social-Media-Profi bewirbt, schon. Erfahrene Profis schaue ich mir gegebenenfalls auf XING oder LinkedIn an. Auf studiVZ & Co wird mich aber keiner finden, weil sich mein Interesse auf Fachliches beschränkt. Generell ist für mich der erste persönliche Eindruck immer noch der wichtigste.
Red.: Abschließende Frage – Sie gelten ja als „Innovation Pioneer“: Was ist Ihr aktuelles Lieblingsgadget, und warum?AJO: Eine Leica M9. Weil sie eine Mischung aus Mikromechanik und Hochtechnologie ist. Ich bin privat ganz gerne analog.
Red.: Vielen Dank für das nette Interview und den feinen Kaffee mit Marillenplunder!AJO: Gerne! Ich freu mich auf die Bewerbungsgespräche und bin gespannt auf die Fragen, die kommen!