IVI-Entwicklungsprojekt iMirror Public – Fragen an Albert Ortig

5. Juli 2013

Albert Ortig ist Gründer und CEO von Netural. Die Betreuung des Kunden und Partners Silhouette Eyewear liegt seit dem Jahr 2000 in seinen Händen.

Albert, was ist für Dich das Bemerkenswerte am iMirror Public?

Da gibt es einiges. Wobei ich zwei Merkmale besonders hervorheben würde: Die Installation reagiert auf vorbeigehende Personen mit einem Hinweis. Sie registriert dabei Entfernungen und Gestiken. Und dann natürlich die performante und hochpräzise Anprobe der Brillenmode. Absolut fotorealistisch und somit wirklich beeindruckend. Es zaubert einem ein Lächeln auf die Lippen, man kann da als Anwender gar nicht anders.

Was war die größte Herausforderung bei Kreation und Umsetzung?

Nun, sehr viel Know-How liegt in der optimalen Kombination verschiedener möglicher Technologien. Da haben wir sicher neue Wege beschritten. Und wir haben recht viel Zeit damit verbracht, die beste Ausrichtung für Kameras und Sensoren zu finden, damit die Installation in jeder Umgebung mit jeder Körpergröße perfekt umgehen kann. Generell war’s uns wichtig, eine bemerkenswerte, aber auch leicht erlernbare Steuerung zu kreieren, die rein auf Körperhaltung, Kopfbewegungen und Gesten aufbaut. Was die Versionen von User-Interfaces betrifft, die getestet wurden, hab’ ich irgendwann aufgehört zu zählen …

Wie profitiert der Konsument vom iMirror Public, wo er doch ohnedies schon im Laden steht?

Ich seh’ da keinen Widerspruch. Die Installation ist eine fantastische Möglichkeit, schnell und quasi im Vorbeigehen die Silhouette Modellpalette durchzuprobieren. Wer so Gusto bekommt, die Brillen “in echt” zu sehen, ist nur wenige Schritte davon entfernt. Und natürlich denken wir bei Anwendungen wie dieser an das Potenzial, auch ausserhalb der Geschäftszeiten einen Showroom oder eine Storefront in Betrieb zu halten. Direkt aus der Auslage kaufen können ist der logische nächste Schritt.

iMirror Public Installation

Wie siehst Du die Zukunft von Anwendungen wie dieser? Denkst Du, wird es zu unserem Alltag gehören, dass wir im Handel, bei Events und in der Gastronomie von interaktiven, digitalen Flächen umgeben sein werden?

Ich gehe davon aus, dass digitale Anwendungen völlig mit ihrer Umgebung verschmelzen werden, nahtlos integriert. So selbstverständlich wie heute Gehsteig oder Handy. Technologien sind viele schon vorhanden, was wir aktuell suchen – und untersuchen – sind sinnvolle Einsatzmöglichkeiten. Der iMirror public bietet eine solche. Wir sind hier Vorreiter in der Kombination von Augmented Reality-Try-on, Facetracking und Gestensteuerung für die Präsenz am POS, aber wir denken dabei auch weiter: Im Prinzip können wir mit dieser und ähnlichen Logiken unterschiedlichste Screens bespielen, hochintegriert, mit hohem Nutzwert für den Konsumenten und damit natürlich auch für den Handel. Als Service Designer stellen wir da immer zunächst die Frage nach dem Gesamtzusammenhang. Dann erst verknüpfen wir die reale mit der digitalen Welt.

Worin liegt der Vorsprung, den sich Unternehmen wie Silhouette durch ihren Fokus auf digitale Services erwerben?

Durch das Nutzen und die Integration digitaler Services in alle Geschäftsprozesse sichert sich Silhouette schlicht einen Vorsprung. Die Verknüpfung von Vertriebs- und Informationskanälen ist heute erfolgskritisch. Darüber hinaus geht’s um ein ganzheitliches Markenerlebnis. Silhouette kommuniziert mit seinen digitalen Services seinen Anspruch an Qualität, Ästhetik und Innovation, der ja auch bei den Produkten überzeugend gelebt wird.

Dieses Interview ist Teil des Blogbeitrags “Silhouette iMirror in groß am Wiener Flughafen”.


Weitere Fragen & Antworten zu Zitaten aus dem Blogbeitrag finden Sie hier:

- Thomas Grasslober, Produkt- und PR-Manager, Microsoft Österreich
- Brian Amberg, CTO und Co-Founder Faceshift AG, Zürich
- Adil Raihani, Senior Vice President Center Management Vienna International Airport
- Constantin W. Wiesmann, Geschäftsführer Gebr. Heinemann Duty Free Wien
- Elisabeth Kneidinger, Head of eCommunication für Silhouette Eyewear