Axis Linz: “Das Ding kann richtig wachsen und expandieren”

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Der Axis Linz – Coworking Loft ist ein Raum, in dem Innovation, Kooperation und Agilität groß geschrieben werden. Netural hat mit der Gründung von Axis vor zwei Jahren neue Wege beschritten und bietet heute 80 Mitgliedern (jeweils die Hälfte davon ist männlich bzw. weiblich) ein flexibles Umfeld, um ihren Visionen Leben einzuhauchen und daraus Projekte entstehen zu lassen.

Iris Mayr lässt uns im Interview die einzigartige Atmosphäre des Coworking Spaces in der Tabakfabrik Linz spüren. Die Co-Gründerin und Geschäftsführerin von Axis Linz war zuvor im Bereich der digitalen Kunst und Kultur tätig und ist mit dem innovativen Coworking-Konzept mitten in der Wirtschaft gelandet.

Iris, erzähl uns doch bitte etwas über das Axis Linz, damit auch jene, die den Coworking Loft noch nicht kennen, einen Eindruck davon bekommen.

Axis ist ein Raum, in dem sich unter anderem Einzelunternehmer, StartUps und Firmengründer, die sonst ein Einzelbüro hätten, treffen. Wir stellen Tische, Sessel, Licht, Internetzugang und einen Drucker zur Verfügung – und natürlich auch Kaffee. Das klingt zunächst nicht nach viel – ausschlaggebend sind der Spirit und die Energie, die durch die Kooperation im Axis entstehen. Das ist eine ganz besondere Atmosphäre.

Axis ist also nicht nur eine Raumressource – wie kommt der Spirit, den du beschreibst, zustande?

Durch den Austausch und die Zusammenarbeit der Mitglieder untereinander. Im Axis wird nicht nebeneinander gearbeitet, sondern miteinander. Hier trifft man auf Menschen, die man bei einem Kaffee um Rat bitten, mit denen man Konzepte und Ideen besprechen oder einfach auch mal „sudern“ kann. (lacht) Im Axis finden junge Firmen neue Mitarbeiter oder Kooperationspartner. Bei uns ist stets alles in Bewegung.

Bewegung ist ein gutes Stichwort. Wie findet diese bei euch statt?

Im wahrsten Sinne des Wortes – wir arbeiten im Coworking Space bewusst immer wieder mal an einem anderen Platz. In einer neuen Umgebung fühlt man sich anders, man denkt anders und man geht auch anders an Themen heran. Wir brechen hier bewusst damit, Gewohnheitsmenschen zu sein. Wir zelebrieren es, täglich mit neuen Menschen und neuen Ideen in Berührung zu kommen. Ich finde das cool! Und wir haben dabei unheimlich viel Spaß. (lacht)

Agilität wird im Axis Linz demnach groß geschrieben. War das schon immer so?

Ja, begonnen hat alles mit dem leeren Raum im Bau 2 der Tabakfabrik Linz. Albert (Anm.: Ortig, Netural-CEO) wollte ihn dazu nutzen, neue Wege zu beschreiten. Netural versucht als recht agile Firma stets, sich selbst zu öffnen und sich weiterzuentwickeln. Das ist mit dem Axis Coworking Loft definitiv gelungen. Sich als Firma auf diese Art und Weise zu öffnen, ist eine unheimlich mutige Entscheidung. Regional gesehen ist es das, denn wir sind der größte Coworking Space außerhalb Wiens. Und die Entscheidung war insofern kühn, da wir von Anfang sehr stur waren, was die inhaltliche Ausrichtung anbelangt. Wir haben auch manche Bewerber/innen abgelehnt, da es uns von Anfang an wichtig war, Mitglieder zu finden, die wirklich ins Axis Linz passen.

Prizovsky & Partner. Die innovative PR-Agentur will über den Tellerrand blicken und Neues erleben: „Im Axis ist es uns möglich, optimal auf unser bewegliches Umfeld einzugehen und dennoch eine Konstante beizubehalten. Breites Networking, tolle Menschen und Ideen runden das „Erlebnis Coworking“ ab.“

Aetherwave. Thomas Schorn, selbstständiger Software-Entwickler, legt sein Haupt-augenmerk auf die Entwicklung von Cloud-Software. Mithilfe dieser wird die Entwicklung individueller Webcrawler vereinfacht. „Das Axis ist für mich ein Raum, der es ermöglicht, neue Strategien in einem kontrollierbaren Umfeld auszuprobieren, das so manche Fehler verzeiht. Erfolg als Rezept existiert nicht.“

amago. Das junge Filmteam ist stets auf der Suche nach innovativen und außergewöhnlichen Projekten im Businessfilm-Bereich. „Das Axis dient uns als Homebase mit zwei Hauptfunktionen: Arbeitsplatz und Vernetzungs-Hub, in dem das Know-How der Kreativbranche zusammenläuft. Bei unseren Produktionen spielen die Faktoren Technologie, Kreativität und Mut zum Ausprobieren eine große Rolle - damit bleiben wir „on the edge of the future“.“

START. Das Stipendienprojekt für Schüler/innen mit Migrationshintergrund verschafft engagierten Jugendlichen durch Veranstaltungen und finanzielle Unterstützung bessere Chancen auf Integration durch Bildung. „Das Axis fungiert hauptsächlich als Heimat und Host für Workshops und Seminare mit unseren Stipendiat/innen. Das gesamte Projekt profitiert vom Austausch und der Inspiration unter den Axis-Mitgliedern. Der starke Zusammenhalt und die Gemeinschaft der Jugendlichen machen unsere Organisation so beweglich, wie sie ist.“

Wie können wir uns diese inhaltliche Ausrichtung vorstellen?

Neturals Schwerpunktthemen waren auch schon immer meine: alles Digitale, etwa E-Health und E-Mobility und alles, was Innovationen anbelangt. Wir haben in diesen Bereichen heute die Themenführerschaft inne, was auch ein weiterer Grund für viele ist, dem Axis einen Besuch abzustatten. Hier trifft man auf Expert/innen und kann an spannenden Workshops teilnehmen. Mitglied im Axis zu sein, bedeutet nicht zwingend hier zu arbeiten. Viele der Mitglieder nutzen den Raum zum Austausch, manche Firmen nutzen unsere Räumlichkeiten für Projekte oder Workshops, in denen sie in unsere Atmosphäre eintauchen möchten – auch hier sind wir sehr flexibel.

Dass Beweglichkeit hier im Mittelpunkt steht, ist großartig. Gibt es dennoch selbst im Axis Bereiche, in denen sich feste Strukturen bewährt haben?

Das ist die schwierigste Frage, die ihr mir stellen könnt. (lacht) In manchen Dingen braucht es tatsächlich Struktur, besonders je mehr Mitglieder wir haben. Wenn wir formale Prozesse beschleunigen, haben wir mehr Zeit, um uns anderen Dingen zu widmen. Es ist auch herzlich menschlich, durch zu viel Beweglichkeit Verwirrung zu stiften. Beispielsweise durch viele neue Mitglieder zum selben Zeitpunkt oder durch das Austauschen sämtlicher Möbel – ist beides schon passiert.

Was ist deine Vision für Axis’ Zukunft?

Axis hat die Chance, ganz groß zu sein. Ja, das Ding kann richtig wachsen und expandieren! Und sich trotzdem diesen Spirit und den jetzigen Geist bewahren. Wir haben das große Ziel, in Linz 300 Mitglieder zu haben. Wir wollen weiter Innovationen leben, Trends erkennen und in Bewegung bleiben. Wien soll die nächste Station sein, in der Axis durchstartet. Auch Berlin und Zagreb sind in nicht allzu ferner Zukunft denkbar.

Danke für diesen tollen Einblick!


Beitrag: 07.03.2016

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Kathrin Hausberger

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