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Portrait von Netural CEO Albert Ortig vor Fenstern der Tabakfabrik Linz

Veröffentlicht am 01.06.2023

Karriere bei Netural | Ein Interview mit Netural CEO Albert Ortig

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Karriere bei Netural

Albert, was bewegt Netural gerade – und wohin?

Was uns gerade am stärksten bewegt, ist eine fundamentale Veränderung dessen, was wir als Unternehmen sind. Wir sind seit mehr als 25 Jahren Dienstleister für digitale Lösungen – und innerhalb kürzester Zeit hat KI alles verändert. Wir entwickeln uns von einem Dienstleistungsunternehmen zu einem, das ich als digitalen Orchestrator bezeichnen würde. Einem Unternehmen, das Enterprise-Lösungen nicht mehr nur mit Menschen, sondern mit Mensch und Maschine gemeinsam entwickelt und betreibt.

Das ist ein starkes Bild. Was steckt dahinter?

Bisher haben wir Code programmiert, Designs gestaltet, Konzepte entwickelt – weil wir die Kompetenz haben, genau das zu tun. Heute programmieren wir den Code nicht mehr nur selbst. Wir orchestrieren. Wir arbeiten mit agentischem Engineering, entwickeln Konzepte und Designs gemeinsam mit intelligenten Systemen und orchestrieren die Gesamtlösung für unsere Kunden. Das klingt nach Zukunftsmusik – ist aber Status quo.

Wie verändert sich dadurch die Arbeitswelt bei Netural?

Die Veränderung ist umfassend und gleichermaßen Teil unserer DNA. Wie man die letzten 20 Jahre gearbeitet hat, macht man heute anders – schneller, besser, umfassender. Das war immer schon so. Neu ist die Geschwindigkeit über alle Leistungssegmente hinweg. Die Kompetenzen, die bisher zählten – Konzipieren, Gestalten, Programmieren – sind unsere Grundlage dafür, diese neue Art des Arbeitens auf ein wirklich hohes Niveau zu heben. Die Leistung verlagert sich: Weg vom eigentlichen Produzieren, hin zum Anleiten, Orchestrieren und Qualitätssichern von Kundenlösungen, die messbar Wirkung erzielen.

Wenn Agenten den Code schreiben, was bleibt dann menschlich?

Es wird komplexer, nicht einfacher. Der Entwickler delegiert die Entwicklung an Agenten – muss aber sehr genau verstehen, ob eine Lösung Sinn macht, wie die Architektur aussehen soll, wie Integrationen funktionieren. Das eigentliche Coden wandert in den Hintergrund. Aber weil Agenten deutlich mehr Output produzieren, muss dieser Output koordiniert, orchestriert und qualitätsgesichert werden. Enterprise-Grade, sicher, skalierbar. Das erfordert mehr Tiefgang, nicht weniger. Die Qualität der Ergebnisse, die mit diesen Technologien entstehen, hängt maßgeblich von der Kompetenz des menschlichen Gegenübers ab. Und von der Fähigkeit, die richtigen Fragen stellen zu können.

Wie unterstützt Netural seine Mitarbeiter bei dieser Transformation?

Wir stellen alle Tools und Services zur Verfügung, die dafür notwendig sind. Wir haben eine offene Unternehmenskultur und Räumlichkeiten, wo direkter Austausch stattfindet — und das beschleunigt die Anwendung dieser Möglichkeiten enorm. Dazu kommen Kunden, die international führend sind und entsprechend hohe Anforderungen stellen. Was man lernt, kann man unmittelbar in echte, skalierbare Lösungen überführen. Das fordert heraus — und genau darin liegt auch die Motivation.

Auf welche Qualifikationen achtest du heute, wenn jemand bei Netural anheuern möchte?

Solides Domänenwissen ist die Basis, ebenso ein fundiertes Handwerk, das man kontinuierlich weiterentwickelt. Und dann: eine intensive, praktische Auseinandersetzung mit KI. Nicht theoretisch, nicht oberflächlich – sondern im täglichen Doing – und das auf jeder betrieblichen Ebene. Wer versteht, was möglich ist und die Potenziale sieht, die noch möglich wären, der ist bei uns richtig.

Was prägt die Kultur bei Netural – gerade in dieser Phase der Veränderung?

Es braucht einen engen Austausch und gleichzeitig einen starken Selbstantrieb. Es ist wichtig, dass man das, was gerade passiert, selbst will und sich aktiv damit auseinandersetzt. Dazu gehört Neugier – und die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren und neu zu denken. Gleichzeitig schaffen wir bei Netural den Rahmen dafür: durch direkten Austausch, Offenheit im Team und ein Umfeld, in dem man Dinge ausprobieren kann. Gleichzeitig waren wir schon immer menschzentriert und geerdet, das hat heute Anker-Funktion — für unsere Mitarbeiter und auch Kunden.

Deine Empfehlung an alle, die zu Netural kommen wollen?

Setzt euch intensiv und praktisch mit KI auseinander. Versteht, was möglich ist. Und lernt euer Handwerk – denn wer das Fundament hat, kann mit den neuen Werkzeugen Außergewöhnliches leisten. So entsteht echter Gestaltungsspielraum.

Vielen Dank, Albert!

Sehr gerne.