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Kultur- und Systemkritik auf der Next Conference 2017

Die rasante Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft spaltet bestehende Gefüge und formt sie neu. Alles im Umbau, im Umbruch. Wer nun erste Auswirkungen betrachtet und Resümee zieht, könnte schnell zur Frage vordringen, ob sich tatsächlich alles zum Besseren wendet. Brauchen wir marktdiktierende Player, immense Sicherheitsrisiken oder konzentrationsschwache Kinder, deren Stresslevel bei Verzicht auf das Smartphone steigt? „Digital sucks“ titelte die Next diesjährig ihr Konferenzformat - wohlwissend, dass wir alle „digital“ lieben. Aber vielleicht doch zu unkritisch …

Bruce Sterling (Foto: Next Conference / Frank Erpinar)

So schwarz wie der Science Fiction-Autor Bruce Sterling zu Beginn des zweiten Tages der Next Conference, sehen nur wenige die Entwicklung der nächsten zehn Jahre. Geht es nach ihm, ist der westlichen Welt ihr zivilisatorischer Untergang quasi gewiss. Doch zogen viele Vortragende der Hamburger Digitalkonferenz einen Bogen vom wenig reflektierten Hurraoptimismus millionenschwerer Silicon Valley-Protagonisten zur gelebten Realität. Während Asien auf der Überholspur scheint, haben die amerikanischen und europäischen Gesellschaften immer deutlicher die Auswirkungen der Digitalisierung zu verdauen - bis hin zu „Fake News“ und Donald Trumps Präsidentschaft.

Und so stellt sich die Frage nach der Innovationskultur, genau wie nach dem System, innerhalb dem die technologische Entwicklung stattfindet. Braucht es mehr oder weniger Wettbewerb? Transparenz? Verantwortungsbewusstsein? Nachhaltiges Denken? Besseres Design? „Ask big questions“ stand als letzte von vier Quintessenzen auf David Mattins (http://www.trendwatching.com) Einführung „We need to talk about optimism“ - und fasst die zwei Tage geballte Digitalkritik (und -verehrung) in der Hansestadt gut zusammen.

Zu den Highlights zählten Tricia Wang (Constellate Data, „Dept of the unknown: Why corporate ‘innovation’ doesn’t work, and how to fix it“), James Williams (University of Oxford, „Distraction by design: Why the attention economy is in a moral crisis“) und Samuel West (Museum of Failure, „Learning from innovation failure“).

Die Next Conference 2017 fand am 21. und 22. September, eingebettet ins Reeperbahn Festival, in Hamburg statt. Weitere Berichte sowie Bild- und Videomaterial unter http://nextconf.eu.


Beitrag: Ernst Demmel / 26.09.2017

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